Ost & West – Ein Spaziergang durch Berlins Mitte (1)
An einigen Stellen in Berlin wechselt man ständig zwischen ehemaligen Ost-und Westberliner Bezirken. Mitunter ohne es zu merken 😉
Der Übergang von Mitte nach Kreuzberg ist oft sehr fließend :
Links ein DDR-Hochaus mit Coca-Cola-Werbung 😉 und rechts daneben schon ein typisches, neues Glas-Hochhaus … Ganz rechts bin ich mir nicht sicher, zu welcher Zeit das Hochhaus entstand, aber die Außenbalkons finde ich krass 😯
Stellenweise wird man aber durch den sogenannten „Mauerweg“ auf den Verlauf der Mauer hingewiesen. Aber verlief die wirklich so im Zick-Zack ? 😯
Hochglanz-Hochhäuser leisten sich natürlich auch die Verlage :
Aber was macht „Obama“ auf den Mauer-Resten ? 😉
Recht schlicht sieht dagegen die Bundesdruckerei aus, und das Wappen doch recht halbherzig oder zerteilt :
In dieser neuen Gegend Berlins möchte ich auf keinen Fall wohnen !!!
Das zweite Ende des Berliner RAW
„Ist das Kunst, oder kann das weg?“
Das könnte man beim zweiten RAW fragen
Das erste RAW war das Reichsbahn Ausbesserungs Werk in Berlin Friedrichshain (*)
Nach der Wende wurde es, wie die meisten der DDR-Betriebe, „abgwickelt“ und auf dem ehemaligen Betriebsgelände entstand eine alternative Kunst-und Kulturszene, die vom Bezirksamt mehr oder weniger geduldet wurde …
In vielen Gebäuden fanden „events“ statt und das RAW wurde schnell zu einem Treffpunkt der Neu-Berliner und Besucher …
Thälmann neben Che Guevara … Alt neben neu … Ost neben West … Kunst neben Müll …
Leider wurden durch das neue RAW auch ganz massiv die Drogendealer in diesen Kiez gezogen, die sogar am hellichten Tag dort ihre Drogen verkaufen …
Das war u.a. einer der Gründe, das RAW nicht mehr zu tolerieren .
Die Polizei scheint machtlos bei der Bekämpfung dieser Kriminellen zu sein,
und wird sogar bei Verhaftungen angegriffen – wie zuletzt gestern Nacht :
Dann doch lieber ein endgültiges Ende des RAW !
(*) Wieso hieß die Bahn in der DDR noch „Reichsbahn“ ?
Wohnen wie in der DDR …
… und das meine ich in vollkommen positiven Sinne, kann man im 1983 erbauten Berliner Ernst-Thälmann-Park :
Ich war einige Jahre nicht im Thälmann-Park, aber am letzten Wochenende wollte ich dort die Kirschblüten im Schnee fotografieren :
http://baerlinerin.blog.de/2015/02/01/kirschbluete-schnee-20042599/
und ich war vom Anblick des Wohngebietes doch völlig überrascht : Irgendwie schien dort die Zeit stehen geblieben zu sein; eine Idylle inmitten des Bauwahns, der Luxussanierungen und Schicki-Micki-Neubauten in der Stadt ringsum …
Die Plattenbauten modernerer Art stehen inmitten schöner Parkanlagen,
Leider scheinen Gasstätten und Kultur ein tristes Dasein zu führen…
Beim Verlassen ein letzter Blick zurück – auf den weinenden Thälmann :